Facetten ökonomischer Stärke

BATTL³ für die BatteryCity Münster

30.07.2026 - Der jüngst begonnene Bau des Kooperationsforschungsgebäude BATTL³ für Wissenschaft und Wirtschaft ist ein weiterer Baustein für die BatteryCity Münster - den Innovationsstandort für Batterietechnologie. 

Der Neubau bietet rund 2.000 m² Fläche für bis zu fünf kleine bzw. mittelständische Unternehmen der Batteriebranche - die Bewerbungsphase für die Räumlichkeiten hat bereits begonnen.

Technologie­förderung Münster GmbH

Das Kooperationsforschungsgebäude BATTL³

BATTL³ ist kein reines Forschungsgebäude, sondern ein Ort, an dem Unternehmen sich ansiedeln, zusammenarbeiten und gemeinsam mit den Partnern aus der BatteryCity Münster Projekte vorantreiben können – mit kurzen Wegen, geteilten Netzwerken und einer klaren Ausrichtung auf Transfer, Skalierung und industrielle Umsetzung. Der Name BATTL³ spielt auf „Battery“ und das dritte Laborgebäude auf dem Gelände des Technologiehofs Münster an.

Für den Neubau sind Investitionen von knapp 14 Millionen Euro vorgesehen. 6,75 Millionen Euro davon kommen aus Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union. Die Technologieförderung Münster GmbH (TFM) bringt 7,25 Millionen Euro Eigenmittel ein, die Stadt Münster beteiligt sich mit vier Millionen Euro.

Spatenstich für das Spitzenforschungsgebäude BATTL³ (v.l.): Volker Ruff, GF Technologieförderung Münster GmbH, Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs, NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Karolin Schwarz, Aufsichtsratsvorsitzende der Technologieförderung Münster GmbH, Enno Fuchs, Ex-Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH und Dr. Marco Trienes, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH. Quelle: Daniel Lukas Jokisch.

Ende 2027 soll der Neubau fertiggestellt sein. Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen und Verbundprojekte mit Bezug zu Batterietechnologien, Energiespeichern oder angrenzenden Zukunftstechnologien können sich bereits jetzt auf die Flächen bewerben.

Der Standortvorteil

Eingebettet zwischen Wissenschaftspark, Technologiepark und medizinischem Zentrum bietet Münster ideale Standort-Bedingungen für Batterietechnologien, Energiespeicher und angrenzende Zukunftstechnologien. Quelle: Technologieförderung Münster GmbH (TFM).

Der Standort des neuen Kooperationsforschungsgebäude bietet sich an, da es in unmittelbarer Nachbarschaft bereits namhafte Ansiedelungen im Bereich der Batterieforschung gibt, insbesondere das Münster Electrochemical Energy Technology (MEET) der Universität Münster, das Helmholtz-Institut Münster (HI MS; IMD-4) mit der Denomination „Ionenleitung in der Energiespeicherung“ sowie die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB). Die Technologieförderung Münster GmbH (TFM) ist dabei die treibende Kraft hinter der BatteryCity Münster.

FFB Fab: Weiterer Fortschritt für die BatteryCity

Foto: Michael Möller

Auch an anderer Stelle gibt es konkrete Fortschritte: Mitte Juli 2026 gaben Ministerpräsident Hendrik Wüst, Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär den Startschuss für den entscheidende Bauabschnitt der FFB Fab. Auf dem rund 39.000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht eine europaweit einzigartige Forschungsinfrastruktur – für Batteriezellen bis zum Gigawatt-Maßstab.

BatteryCity als ein Schwerpunkt des Wirtschaftsstandortes

Die Weiterentwicklung zur BatteryCity Münster ist eine zentrale Maßnahme für Innovation in der Standortentwicklungsstrategie Münster 2030+, welche gemeinsam mit den Partnern erarbeitet, von der Prognos AG begutachtet und vom Rat der Stadt Münster beschlossen wurde

Schließlich sind derzeit Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Unternehmensgründungen im Bereich der Batterieforschung herausragender Bedeutung für das Zukunftsbild von Münster.

Ziel all dieser und anderer Einrichtungen ist es, die Leistungsfähigkeit und Umweltverträglichkeit von Batterien entscheidend zu steigern, was unabdingbar ist für den weiteren Ausbau einer nachhaltigen und klimaneutralen Wirtschaft auf der Basis von Strom als Energiequelle. 

Münster Wirtschaftsstandort 2030+ - Standortentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe

Hintergrund: Wirtschaft und MünsterZukünfte

Die Forderung nach einer gemeinsamen Standortstrategie war ein wichtiges Ergebnis der MünsterZukünfte unter dem Leitthema "Facetten ökonomischer Stärke". 

Die daraus resultierenden Maßnahmen werden gemeinsam mit vielen Partnern umgesetzt und daher durch die MünsterZukünfte weiter begleitet.