Vielfalt der Stadtteile

Ein Haus für Gremmen­dorf und Angel­modde

Das neue Begegnungs­haus im ehe­maligen Offiziers­kasino im künftigen York-Quartier.

Wo sich einst nur die hohen britischen Offi­ziere unterhalten haben, werden sich zu­künftig die Türen öffnen: Das Stadt­­teil­haus im künf­tigen York-­Quartier soll ein Ort der Be­g­eg­nung und ein Anker­­punkt für kulturelle Viel­falt werden. Im Gebäude, das mit seiner multi­­funktio­nalen Aus­­richtung allen offen stehen wird, können zum Beispiel Ver­­an­stal­tungen und Kurse stattfinden. Auf dem Weg dorthin werden die Nutzungs­­potentiale des Gebäudes auf der ehemaligen Kasernen­­fläche in Münsters Süd­­osten in einem dia­logischen Prozess sichtbar gemacht und diskutiert.

Modulorbeat
Simon Neumayer
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Konver­sions­manage­ment
der Stadt Münster

Impres­sionen vom Offiziers­kasino

York-Kaserne, Foto: Borgmann

Warum ein Haus für Begeg­nung im neuen York-Quartier?

In Gremmen­dorf und dem benachbarten Stadtteil Angel­­modde besteht bereits heute ein großer Raum­­bedarf für Gemein­schafts­­aktivitäten und Angebote aus den Bereichen Kultur und Bildung. Durch den Wegfall von Gast­­stätten und anderen Veranstaltungs­­flächen mangelt es an Orten, an denen sich Aktivitäten der Bür­ger­*innen entfalten können. Vor dem Hinter­­grund des nun bevor­­stehenden großen Wandels durch die Öffnung des Geländes und viele neue Ein­­wohner*­innen, erhält der Stadt­­teil Gremmen­dorf, sowie der direkt an­gren­zende Stadt­­teil Angel­­modde, eine einmalige Chance auf eine positive Ent­­wicklung: Auf der früheren Kasernen­­fläche ist mit dem ehe­maligen Offiziers­­kasino (YO 30) ein besonders charakter­­istisches Ge­bäude im städte­­baulichen Master­­plan als Haus für Be­gegnung und Kultur ausgewählt worden. In Ver­­bindung mit dem benachbarten Tor­­haus (YO 2) als mögliche räumliche Ergänzung, den markanten Grün­­räumen und den nahe­­liegenden, öffent­lichen Ein­­richtungen – einer Grund­­schule mit Turn­­halle und mehr­zweck­­tauglicher Aula, zwei Kinder­­gärten und einer Jugend­­einrichtung – entsteht ein großer öffent­licher Bereich. Dieses Ensemble bietet die Möglichkeit, gemeinsam mit den Bürger­*innen eine (neue) Stadt­­teil­mitte von Gremmen­dorf zu entwickeln und aktiv mit Leben zu füllen.

YO 30 Offizierskasino

Quelle: NRW.URBAN

YO 2 Torhaus Nr. 02

Quelle: NRW.URBAN

Wie kann das Haus in Zukunft aus­sehen?

Während des Beteiligungs­­prozesses und der weiteren Planung soll im dialog­­orientierten Aus­tausch mit verschiedensten Akteuren ein Nutzungs­­konzept für diesen zukünftigen Gemein­schafts­­ort ent­wickelt werden. Neben der ge­stal­t­erischen Aus­­einander­setzung mit den Ge­bäuden spielen vor allem die zukünftigen Nutzer­*innen und deren Angebote eine wichtige Rolle für den Charakter des Hauses. Die Angebote und das Gebäude sollen den Idealen eines »Dritten Ortes« gerecht werden. Eine Definition eines Dritten Ortes hat das Minis­terium für Kultur und Wissen­­schaft des Landes Nord­rhein-West­falen festgelegt: »Dritte Orte sind Plätze des Zusammen­­treffens und bieten Menschen die Möglichkeit der Begeg­nung mit Kunst und Kultur«. (vgl. auch die zehn Aus­gangs­­thesen unter www.mkw.nrw/kultur/foerderungen/dritte-orte). Das mit Leben zu füllen, wird die gemein­same Aufgabe sein.

Das Ziel: Vielfältige Ideen zusammen denken

Beteiligung ist heute zu einem Schlüssel­­wort in der Stadt­­entwicklung geworden. Hier­unter versteht man schon lange nicht mehr die bloße Infor­mation der Bürger­*innen über bereits getroffene Ent­­schei­dungen. Viel­mehr geht es um eine koope­rative Ent­­wicklung, also viel­fältige Ideen zusammen zu denken, gemein­same Ziele fest­zu­legen und um­zu­setzen.

Ausblick

Wir werden an dieser Stelle regel­mäßig Neu­heiten und aktuelle Möglich­keiten zur Beteili­gung vor­stellen.

Hintergrund

Mit dem Abzug der britischen Streit­­kräfte aus Münster wurde ein um­fassender Prozess der »Planung im Dialog« zur Ent­­wicklung des Kasernen­­standortes York gestartet, der ins­­besondere auf eine akti­vierende Bürger­­beteiligung setzt. Die Kaserne nimmt auf­grund ihrer Größe von ins­gesamt ca. 50 Hektar, ihrer integrierten Lage in den Stadt­­teilen Gremmen­dorf und Angel­­modde, sowie des Um­fangs an denkmal­­geschützten Gebäuden und hoch­wertigen Grün­­strukturen eine besondere Rolle inner­halb der zu­künftigen Stadt­­entwicklung Münsters ein. Etwa 4.500 Menschen werden im neuen York-Quartier leben. Die Kon­version der Liegen­schaft bietet die ein­malige Chance, ein neues nach­­haltiges und lebens­­wertes Stadt­­quartier zu schaffen. Es soll ein Stadt­­viertel ent­stehen, welches Ant­worten auf die Heraus­­forderungen der klima­­resilienten und nach­­haltigen Stadt­­entwicklung gibt – ein »smartes und urbanes Stadt­­quartier«. 

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