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Beteiligung an der Fahrradnetzplanung

Das zukünftige Fahrradnetz 2.0 soll Radfahrenden helfen, intelligent durchs Stadtgebiet geführt zu werden. Damit können alle schnell und sicher ihr Ziel erreichen. Für den aktuellen Entwurf des Fahrradnetzes waren bis zum 20. März Anmerkungen und Hinweise gefragt.

Die Stadt Münster erarbeitet seit dem vergangenen Jahr ein systema­tisches, hierarchisches und lückenloses Fahrradnetz. Mit der parti­zipativen Trackingkampagne AppGrade konnten die Radler*innen in Münster im Frühjahr des vergangenen Jahres bereits wertvolle Daten zur Netzkonzeption liefern. Jetzt kann der Netzentwurf betrachtet und mit wei­teren Anregungen und Vorschlägen kommentiert werden.

Fahrradbüro Stadt Münster
Katharina Thomalla
0251 492 7212

Die Hintergründe

Im Rahmen der Aktion AppGrade (siehe auch unser Magazin No 2) wurden im letz­ten Jahr mit Hilfe vieler Mitmacher*innen und einer Smartphone App insgesamt knapp 160.000 gefahrene Kilometer auf fast 23.000 Einzelwegen ausgewertet. Aus den so gewonnenen Daten ergibt sich auch, welche Wege oder Straßen in Münster be­son­ders häufig mit dem Fahrrad genutzt und welche Verbindungsstrecken bevorzugt oder auch vermieden werden. Dabei hat sich gezeigt: Auch im Radverkehr gibt es eine Art hierarchisches System von Haupt-, Neben- und Erschließungs­straßen, die nicht mit denen des motorisierten Verkehrs überein­stimmen müssen. Dieses Konzept eines Fahrradnetzes wird als Grundlage dienen, um die Radverkehrs­infrastruktur komfortabel und angebotsorientiert auszubauen.

Die Heatmap aus den gewonnenen Daten der Aktion AppGrade zeigt die Nutzung der Fahrradwege (Grafik: Fahrradbüro Stadt Münster)

Die Beteiligung

In der am 7. März gestarteten Online-Beteiligung konnten die eingezeichneten Verbindungen kommentiert und zusätzliche Verbindungen vorgeschlagen werden. So soll sichergestellt werden, dass in der vorliegenden Fachplanung keine rele­vanten Aspekte vergessen wurden. Dabei geht es selbstverständlich nicht nur um die Fahrrad­wege in der Innenstadt, sondern in ganz Münster, und auch um die Anbindung an das Umland. Die digitale Beteiligung lief bis zum 20. März.

Wie die Online-Beteiligung konkret funktioniert, wird im folgenden Video erklärt:

Wie geht es weiter?

Die Beteiligungsergebnisse fließen in das Zielnetz ein, das schon im Sommer den Gremien der Stadt Münster zum Beschluss vorgelegt werden soll. Anschließend wird ein Fahrplan für die Zukunft festgelegt: Welche Maßnahmen sind mit welcher Priorität umzusetzen, um Schritt für Schritt ein zukunftsfähiges Fahrradnetz zu erhalten?

Fazit

Die Planungen und die Beteiligung zum Fahrradnetz 2.0 der Kolleginnen und Kollegen des Fahrradbüros mit innovativen Methoden der Partizipation sind ein gutes Beispiel für die Umsetzung des Leitthemas Stadtverträgliche Mobilität und tragen gleichzeitig zur Verbindung mit dem Umland, sprich von Münster und seinen Nachbarn bei.