Leistbares Wohnen

Kanal-Kante Südost

Wohnen – hier? Direkt am Rand der Innen­stadt!? Tja, mögen viele gedacht haben, schön wär’s… Die Nieberding­straße war nun mal als möglicher Standort für ein neues Preußen­stadion reserviert.

29.09.2020 Wohn­planung rund um ein neues Stadion? Aus­geschlossen. Aber dann: Im Februar 2019 einigten sich Stadt und Preußen-Vorstand über den Stadion-Ausbau – am alten Standort Hammer Straße. Das änderte alles.

Leistbares Wohnen
04.07.2019
Datenlizenz Deutschland – Land NRW / Stadt Münster (2017/2019) – Version 2.0

Nieberdingstraße, Eulerstraße, Theodor-Scheiwe-Straße; beiderseits des Albersloher Weges, eingerahmt von DEK, Umgehungsstraße und Lütkenbecker Weg; ca. 38 ha. Datenlizenz Deutschland – Land NRW / Stadt Münster (2017/2019) – Version 2.0

Für das spannende Areal an der Kanal­kante hat sich damit eine völlig neue Perspektive eröffnet. Wo bis vor kurzem allenfalls noch weitere gewerb­liche Nutzung in Frage kam, rückt nun ein hoch­attraktives Wohn­quartier in direkte Reich­weite. In großartiger Lage, ein paar Fahrrad­minuten vom Stadt­zentrum entfernt, am Süd­rand des sich dynamisch entwickelnden Hafen­viertels, direkt entlang der Kanal­kante, die zur grünen Ufer­promenade aufgewertet werden soll, zu alledem verkehrlich bestens angeschlossen – ein besserer Stand­ort für neues urbanes Wohnen lässt sich in Münster kaum denken.

Ein erster städte­baulicher Vor­entwurf zeigt: Allein schon auf der Fläche an der Theodor-Scheiwe-Straße lassen sich voraus­sichtlich bis zu 2.000 Wohn­einheiten realisieren, nicht zuletzt für leist­bares Wohnen nach Münsters Vorgaben der »Sozial­gerechten Boden­nutzung« (SoBoMü). Das alles aber nicht etwa als reine »Schlaf­stadt«, sondern als quick­lebendiges urbanes Gebiet in einer dichten, vitalen Mischung aus Wohnen und Arbeiten. Eine Mischung, die nicht nur horizontal gedacht ist (Wohnbau neben Klein­gewerbebau), sondern vor allem auch vertikal: Denn die urbane Vitalität eines Viertels hängt ganz wesentlich davon ab, wie die Erd­geschosse zur Straße hin belebt werden – Raum für Läden, Hand­werk, Galerien, Gastronomie, kulturelle und soziale Treff­punkte. Gewohnt werden kann darüber.

Ein ebenso attraktives wie anspruchsvolles Plan­vorhaben, von besonderer Bedeutung für die städte­bauliche Entwicklung und das allgemeine Wohl unserer Stadt. Und ein Vorhaben, das natürlich unter Beteiligung engagierter Anwohnender und interessierter Bürger­innen und Bürger angefangen wird.

Drei Bereiche

Datenlizenz Deutschland – Land NRW / Stadt Münster (2017/2019) – Version 2.0

Datenlizenz Deutschland – Land NRW / Stadt Münster (2017/2019) – Version 2.0 

A

Theodor-Scheiwe-Straße

B

Nieberdingstraße

C

Eulerstraße

Der grünen Ufer­prome­nade folgend, unter der be­stehen­den Brücke des Albers­loher Weges hindurch, ergibt sich ein differenziertes Bild: An der Nieberding­straße wird der vorhandene Wohn­ungs­bestand nachhaltig gesichert, er soll sukzessive ergänzt und ausgebaut werden, ebenfalls zu einem urban gemischten Teil­quartier, in dem sich das Thema Wohnen eher mit Aspekten von Kultur und Kreativität verbindet. Nicht zuletzt als „Brücken­schlag“ zur gegenüber­liegenden Kanal­seite, wo im Umfeld von Halle Münster­land, Jovel und Hawer­kamp Hotspots der Kreativ­szene angesiedelt sind.

Verbindende Spange des gesamten Quartiers aber bleibt die wunder­bare Lage am Wasser: Bislang völlig unter Wert genutzt soll sich die Kanal-Kante vom Lütken­becker Weg an in eine grüne Zone für Freizeit und Erholung verwandeln, bis zur Euler­straße, wo etwa kulturelle oder gastro­nomische Angebote den Bogen schließen könnten.

In weiteren Quartiersplanungen sollen insbesondere folgende Themen Berücksichtigung finden: Verkehrskonzepte mit Vorrang für Rad- und Fußwege, eine möglichst hohe Eigenversorgung der Quartiere mit erneuerbarer Energie, eine qualitätsvolle Verbindung von Freiräumen und Gebäuden, eine flächensparende Bau­weise, das Wohnen und Arbeiten unter einem Dach sowie eine Durchmischung hinsichtlich der sozialen und demografischen Struktur.

Fazit

Für das spannende Areal an der Kanal­kante hat sich damit eine völlig neue Perspektive eröffnet. Wo bis vor kurzem allenfalls noch weitere gewerb­liche Nutzung in Frage kam, rückt nun ein hoch­attraktives Wohn­quartier in direkte Reich­weite. In großartiger Lage, ein paar Fahrrad­minuten vom Stadt­zentrum entfernt, am Süd­rand des sich dynamisch entwickelnden Hafen­viertels, direkt entlang der Kanal­kante, die zur grünen Ufer­promenade aufgewertet werden soll, zu alledem verkehrlich bestens angeschlossen – ein besserer Stand­ort für neues urbanes Wohnen lässt sich in Münster kaum denken.

Allein schon auf der Fläche an der Theodor-Scheiwe-Straße lassen sich voraus­sichtlich bis zu 2.000 Wohn­einheiten realisieren, nicht zuletzt für leist­bares Wohnen nach Münsters Vorgaben der »SoBoMü«. Das alles aber nicht etwa als reine »Schlaf­stadt«, sondern als quick­lebendiges urbanes Gebiet in einer dichten, vitalen Mischung aus Wohnen und Arbeiten. Eine Mischung, die nicht nur horizontal gedacht ist, sondern vor allem auch vertikal: Denn die urbane Vita­lität eines Viertels hängt ganz wesentlich davon ab, wie die Erd­geschosse zur Straße hin belebt werden – Raum für Läden, Hand­werk, Galerien, Gastronomie, kulturelle und soziale Treff­punkte. Gewohnt werden kann darüber.