Vielfalt der Stadtteile

Stadtforum 1

Die Stadt Münster ist mehr als die Gesamtheit ihrer Siedlungs- und Freiflächen. 

Schließlich sind die zahlreichen Stadtteile durch ihre innere Vielfalt charakterisiert und gleichzeitig prägen sie durch ihre Unterschiedlichkeit das Stadtbild im Gesamten. Es handelt sich also um siedlungsstrukturelle und soziale Vielfalt im doppelten Sinne. Das unterstreichen auch die Kommentare der Bürgerinnen und Bürger, die im Rahmen der Zukunftsarena abgegeben wurden. Dabei reicht die Spanne von ländlicheren Stadtteilen wie Handorf oder Roxel bis hin zu urban verdichteten Vierteln wie Süd – oder Hansaviertel.

Vielfalt der Stadtteile

Graphic Recording

Graphic Recording Vielfalt der Stadtteile.

Graphic Recording von Marie Jacobi (www.visualrecording.de), erstellt während des Stadtforums Vielfalt der Stadtteile.

Das Stadt­forum Vielfalt der Stadt­teile wird die unter­schiedlichen Rahmen­bedingungen der Stadt­teile und Stadt­quartiere aus der Sicht der vielen Akteure vor Ort betrachten. Dabei können beispiels­weise die Ent­wicklung der eigenen Identität, der Umgang mit weiterem Wachs­tum, die Siedlungs- und Frei­raum­ent­wicklung, die demo­grafische Ent­wicklung, die En­twicklung der Orts­mitten, Versorgungs­sicherheit, Mobilität bzw. Erreich­barkeit, das bürger­schaftliche Engagement und viele weitere Aspekte eine Rolle spielen. Neben stadt­teil­spezifischen Fragen zeigen sich auch gemeinsame Alltags- und Zukunfts­heraus­forderungen, für die lösungs­orientierten Vorschläge aufgezeigt und deren Umsetzungs­möglichkeiten erörtert werden sollen.

Externe Expertinnen
Zu der Vielfalt der Stadtteile werden drei externe Expertinnen mit Ihrem Blick von außen erste Impulse setzen:

  • Frau Michaela Bonan | Ombudsfrau für Bürgerinteressen, Stadt Dortmund
  • Frau Katrin Reuscher | Leiterin des Projekts „Dritte Orte“ für das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Frau Prof. Kerstin Gothe | Professorin i. R. am Karlsruher Institut für Technologie im Fachgebiet Regionalplanung und Bauen im ländlichen Raum

Die Leitfragen
Innerhalb des Themenkomplexes sollen an Hand der folgenden Leitfragen konkrete Ideen erarbeitet werden:

  • Welche Bedeutung haben öffentliche Räume als Begegnungs- und Identifikationsorte im Stadtteil? Was ist für ihre Aufenthaltsqualität wichtig?
  • Wie kann sichergestellt werden, dass in den Stadtteilen geeignete Räumlichkeiten für die Stadtteilöffentlichkeit, für Vereine etc. erhalten bzw. geschaffen werden?

Zwischenergebnisse

von Prof. Selle und Prof. Wachten*

Stadtteil-Identitäten weiter entwickeln
Die Stadtteile Münsters haben jeweils ganz eigene Charakteristiken. Den Teilnehmenden war es besonders wichtig, diese Stadtteil-Identitäten zu erhalten und weiter zu entwickeln. Städtebauliche Ergänzungen oder Umgestaltungen (etwa in den Ortsmitten) sollten daher bedarfsorientiert und stadtteilspezifisch erfolgen.

Begegnungsräume erhalten und schaffen
Plätze in den Ortsmitten und multifunktional nutzbare Räumlichkeiten haben für das Stadtteilleben eine große Bedeutung. Sie sind Treffpunkte, bieten dem Vereinswesen und vielfältigen weiteren Nutzungen Raum und prägen auch auf diese Weise die jeweilige Stadtteilidentität. Aber nicht überall sind diese Voraussetzungen gegeben. Es wurden daher zahlreiche Ideen entwickelt, wie etwa durch multifunktional nutzbare Räume in Schulen und anderen Gebäuden und durch die Rückgewinnung öffentlich nutzbarer Freiräume solche Ortsmittelpunkte wieder geschaffen werden könnten.

Zusammenarbeit verbessern
Die Zusammenarbeit zwischen den Stadtteilen und der Gesamtstadt (bzw. den verschiedenen Ressorts der Stadtverwaltung) lässt sich verbessern – darüber herrschte Einigkeit. Generell wurde auch der Einsatz von „Stadtteil-Kümmerern“ befürwortet. Betont wurde auch die besondere Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements, das vor Ort (auch) durch mehr Zusammenarbeit gestärkt werden könne.

* Diese Auswertung einiger zentraler Ergebnisse des Stadtforums stammen von scheuvens + wachten plus und NetzwerkStadt, die wir hier unverändert wiedergeben.

Impressionen