Innenstadt ist mehr …

Wie wird die Innen­stadt in Zukunft aus­sehen?

Münster­Zukünfte, Corona und Innen­stadt. Die Pandemie hat vieles ver­ändert und vieles scheint unsicher, auch im Bereich der Innen­stadt. Geschäfte müssen schließen, viele Menschen bleiben dement­sprechend weg. 

Zum Glück hat Münster sich bereits vor Corona Gedanken darüber gemacht, wie sich die Innen­stadt verändern wird und wie man diesen Wandel aktiv gestalten kann. Denn eine Veränderung der Innen­stadt zeichnete sich schon länger ab und wurde durch Corona lediglich rasant beschleunigt. Umso besser, wenn man nun also auf Er­kenntnisse zurück­greifen kann, wie sie beispiels­weise schon im Juni 2019 im Stadt­forum Innenstadt ist mehr... formuliert wurden:

  • Innen­stadt soll Alltags­ort bleiben und werden
  • Innenstadt­entwicklung ist eine Gemeinschafts­aufgabe

Diese beiden Erkenntnisse gelten also auch während und auch nach Corona umso mehr und sind eng miteinander verbunden. Nun geschieht ein erster Schritt, um die Münsteraner Innen­stadt als Alltagsort gemeinsam mit vielen Akteuren kreativ zu stärken.

Auf Münster fixiert. 
Fotografien von Berthold Socha 1970–2020
6. Oktober 2020 
bis 1. August 2021

Großformatige Münster-Bilder

Der Auftakt für eine neue Wahr­nehmung der Einkaufs­meile erfolgt bereits Anfang März: An einer derzeit leer­stehenden Bäckerei­filiale an der Salz­straße - gegenüber des Erbdrosten­hofs – werden groß­formatige Münster-Bilder aus dem rund 160 000 Foto­grafien umfassenden Werk des „Stadt­fotografen“ Berthold Socha angebracht. Die Bilder sind Teil der Aus­stellung im Stadt­museum, die aber aufgrund des Lock­downs bisher noch nicht von vielen gesehen werden konnten.

Klangkunst-Performance live im Web

Die nächste Marke setzt am Mittwoch, 10. März, das „duo.freiheraus“ (Mirijam Streibl und Brigitte Borchers) mit seinem „Kaufhaus­sound“. Dabei handelt es sich um eine 15-minütige Klang­kunst-Performance hinter den geschlossenen Türen einzelner Geschäfte, während der dann passende Schrift­kunstwerke auf den Schau­fenstern entstehen.

Brigitte Borchers

Brigitte Borchers

Mirjam Streibl

Mirjam Streibl

Wir starten mit zwei Kultur­projekten – gemeinsam mit allen Innen­stadt­akteuren – in einen sicher länger dauernden Prozess des Wandels in unserer Stadt. Und das ist kein Zufall: Kultur bringt Menschen zusammen – und unsere Innen­stadt wird dann eine gute Zukunft haben, wenn sie nicht nur ein Handels­raum bleibt, sondern den Menschen Angebote zum Austausch und zur Kommuni­kation machen kann.

Bernadette Spinnen, Leiterin Münster Marketing

Münster Marketing, Stadt­museum, Kulturamt, Wirtschafts­förderung und ISI erhoffen sich als Paten dieser ersten Ausrufe­zeichen viel Zu­versicht und auch Begei­sterung in der Bevöl­kerung für das »Abenteuer Innen­stadt«:

Und wie geht es weiter?

Natürlich ist diese Aktion nur der Auftakt für viele weitere Maß­nahmen, Projekte und auch Über­raschungen. Relativ zeitnah werden die gemein­samen Bemühun­gen zur Steigerung der Innen­stadt-Attrak­tivität in einem Zentren­management zusammen­geführt. Auch konkrete Projekte für verschiedene Schwer­punkte werden aktuell erarbeitet. Zudem haben die Vor­bereitungen bereits be­gonnen, um die plane­rischen Grund­lagen zu erstellen, damit mittel­fristig weitere Förder­mittel bereit­stehen, zum Beispiel aus der Städte­bau­förderung.

Wir werden euch hier immer auf dem Laufen­den halten - ins­besondere wenn ihr - wie vorgesehen - die Möglich­keit habt euch zu beteiligen und somit die Innen­stadt­entwicklung mitzu­gestalten.