Vielfalt der Stadtteile

York-Quartier: Ein "Open House" mit vielen Möglichkeiten

Ausgebuchte Rundgänge, abwechslungsreiche Musik, ein Open-Air-Kino am Abend und rund 330 Besucher*innen mit vielfältigen Ideen für ein Gebäude, das bereits heute seine Facetten als zukünftiges Begegnungshaus zu zeigen weiß: Das ehemalige Offizierskasino im York-Quartier in Gremmendorf stand am 6. Mai 2022 im Mittelpunkt beim „Open House“. 

Es soll zukünftig als Begegnungshaus allen Interessierten offenstehen. Welche Wünsche und Ideen dabei berücksichtigt werden sollen, konnten die Bürger*innen dem Projektteam der Stadtverwaltung beim „Open House“ mit auf den Weg geben. Im Vorfeld zur Veranstaltung wurden bereits online und mit der Hilfe von Postkarten erste Ideen gesammelt.

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Eigene Ideen für die Nutzung des Begegnungshauses

Im York-Quartier werden in den nächsten Jahren 5.000 Neubürger*innen erwartet. Das Begegnungs- und Kulturhaus in dem denkmalgeschützten Kasinogebäude soll zusammen mit dem Torhaus eine Vielzahl von Nutzungen für alle Menschen in Gremmendorf und Angelmodde bereithalten.

Die Veranstaltung „Open House“ bot nun die Möglichkeit, sich mit eigenen Ideen an der Planung des zukünftigen Begegnungshauses zu beteiligen. Diese Chance nahmen rund 330 Bürger*innen insbesondere aus Gremmendorf und Angelmodde wahr. Begrüßt wurden sie zunächst von der Musik des Blechbläserensembles „Banda Appassionata Monasteria“ der Westfälischen Schule für Musik, bevor Oberbürgermeister Markus Lewe zusammen mit Bezirksbürgermeister Peter Bensmann, Sozial- und Kulturdezernentin Cornelia Wilkens sowie Konversionsmanager Stephan Aumann den Startschuss zu der Veranstaltung gab.

© Münster Marketing / MünsterView

Feedback der Online-Beteiligung bildete Grundlage für weitere Ideen 

Das bereits bei der vorangestellten Onlinebeteiligung eingegangene Feedback zu den ersten Überlegungen zur künftigen Nutzung des Gebäudes wurde beim „Open House“ vorgestellt. In einer kleinen Ausstellung erfuhren die Besucher*innen alles über den bisherigen Prozess und die ersten Raumkonzepte. Ein Zimmer weiter bot sich die Möglichkeit, das Feedback aus der Online-Beteiligung mit ganz eigenen Ideen zu ergänzen und dabei mit dem Projektteam der Stadtverwaltung ins Gespräch zu kommen. Dabei kam so einiges zusammen: ein Tanzraum mit Schwingboden, Urban Gardening im Garten des ehemaligen Offizierskasinos, Kochkurse, Probe-, Ausstellungs- und Atelierräume, offene Treffs sowohl für Jugendliche als auch für Senioren, Vereinsaktivitäten, eine Außengastronomie ohne Verzehrzwang und ganz viel Platz für verschiedenste Veranstaltungen waren nur ein Bruchteil der Wünsche, die beim "Open House" genannt wurden. Darüber hinaus war den Bürger*innen besonders wichtig, dass das Gebäude flexibel genutzt werden kann und es im Vergleich zu anderen städtisch geführten Begegnungshäusern längere Öffnungszeiten gibt. Häufig genannt wurde zudem der Wunsch, das Haus auch als offenen Treffpunkt für alle Altersgruppen zu gestalten, ohne dass man als Besucher*in zwingend an den Angeboten vor Ort teilnehmen muss. Das markante Sternzeichenzimmer war an diesem Tag auch sehr beliebt. In der Mitte des Raumes lud ein großes Modell von Gremmendorf und dem York-Quartier zu Gesprächen ein.

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Rundgänge, Musik und ein Open-Air-Kino

Neben den intensiven Gesprächen und der Abfrage von Wünschen und Ideen stand beim „Open House“ vor allem auch im Fokus, den Besucher*innen einen ersten Eindruck von den Potentialen des Gebäudes zu vermitteln. Im Offizierskasino spielte an diesem Tag im wahrsten Sinne des Wortes die Musik. Verschiedene Ensembles der Westfälischen Schule für Musik brachten neue Klänge in das Kaminzimmer, in den großen Saal und auf die eigens aufgebaute Bühne vor dem Offizierskasino.

Ein weiteres Highlight waren die geführten Touren durch das Gebäude, die schon nach kurzer Zeit ausgebucht waren. Zunächst ging es runter in den Gewölbekeller, in den die Briten so manche Feier veranstalteten und der künftig als großer Multifunktionsraum genutzt werden könnte. Nach einem kurzen Gang durch die dunklen Kellerflure, von denen Räume in die künftigen Lagerbereiche abgehen, ging es die Treppe wieder nach oben. In der ehemaligen Küche wurden auf einer Videowand Interviews von Personen aus dem Stadtteil, der freien Kunst- und Kulturszene und der Stadtverwaltung gezeigt, die ihre Gedanken um die zukünftige Nutzung des Gebäudes mit den Besucher*innen teilten. Der Rundgang endete im Obergeschoss auf der Empore mit Blick auf die Musiker*innen im Veranstaltungssaal. Den Abschluss der rundum gelungenen Veranstaltung bildete an dem Abend das Open-Air-Kino mit dem Film „Der große Demokrator“.

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Wie geht es weiter?

Das Projektteam (siehe Foto unten) mit dem Amt für Immobilienmanagement, dem Konversionsmanagement, dem Kulturamt und Münster Marketing wird das gesammelte Feedback aus der Online-Beteiligung und der Vor-Ort-Veranstaltung auswerten. Die Erkenntnisse des gesamten Beteiligungsprozesses fließen dann, auch unter Beachtung der zukünftig prognostizierten Bedarfe, in die Flächen- und Raumkonzepte ein, die Basis für die erforderlichen politischen Beschlüsse und Entscheidungen zur Realisierung des Begegnungs- und Kulturhauses sind. Dabei werden ebenso Kostenschätzungen und architektonische Erfordernisse sowie die Vorgaben des Denkmalschutzes zu berücksichtigen sein. 

Das Projektteam der Stadtverwaltung (von links): Julia Gründing (Münster Marketing), Heike Schwalm (Kulturamt), Stefanie Siegl (Konversionsmanagement), Harald Koops (Amt für Immobilienmanagement), Viola Keller (Münster Marketing), Patrick Suhre (Amt für Immobilienmanagement) und Sigrid Engelmann (Baudenkmalschutz). 

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