Podcast

Zukunftsfragen: Im Gespräch

Wer sind die Akteure? An welchen Themen arbeiten sie? Und wie setzen sie ihre Ideen um? Diesen Fragen möchten wir nachgehen und Menschen zu Wort kommen lassen, die die Zukunft unserer Stadt mitgestalten.

Quartiersarbeit unter Corona-Bedingungen
Zum Auftakt geht es um Altengerechte Quartiers­entwicklung in Münster – ein Zukunftsthema? Nicht unbedingt naheliegend. Und doch haben die allermeisten von uns schönerweise die klare Zukunftsaussicht, alt zu werden, alt zu sein ... 

Emmerbach-Treff
Am Roggenkamp 188
48165 Münster-Hiltrup
0151 1693 6885

Dies betrifft immer mehr Menschen – die „geburtenstarken“ Babyboomer-Jahrgänge von 1955–1969 beginnen gerade in den Ruhestand zu gehen. Der Anteil von Münsteranerinnen und Münsteranern im Rentenalter in der Stadtgesellschaft wird steigen. Und die Bereitschaft für ein bewusstes Altern, für ein aktives Gestalten der nächsten Lebensphasen steigt – auch für die Auseinandersetzung mit der Frage, welche Rahmenbedingungen es für ein selbst bestimmtes Leben dann im hohen Alter braucht. 

Die Stadt Münster hat sich auf den Weg gemacht, die Bedingungen für altengerechte, inklusive Quartiere zu schaffen, denn fast alle möchten auch hochbetagt noch in den eigenen vier Wänden leben. Der Nahraum des Stadtteils, des Quartiers gewinnt enorm an Bedeutung. Dies gilt im Übrigen gerade auch für die jüngeren Generationen, die ihre Nachbarschaften und ihre Stadtviertel neu zu entdecken beginnen, insbesondere jetzt unter Corona-Bedingungen.

Karin Grave und Johanna Buschkühl im Emmerbach-Treff in Hiltrup

Karin Grave und Johanna Buschkühl im Emmerbach-Treff in Hiltrup

Der Podcast in drei Teilen

Teil 1

Warum Altengerechte, Inklusive Quartiers­entwicklung in Hiltrup-Ost – und wie funktioniert das? (11:23)

Teil 2

Quartiersarbeit unter Corona-Bedingungen (10:47)

Teil 3

Blick nach vorn: Wie kann es weiter gehen in Hiltrup-Ost?
(14:37)

Marc Gottwald-Kobras
Gastgeber

Johanna Buschkühl Sprecherin

Johanna Buschkühl
Gesprächsgast

Karin Grave
Gesprächsgast

Technische Unterstützung ermöglicht der Quartiersentwicklung Corona-gerechte Smartphone- und Tablet-Beratung mit reichlich Abstand, Johanna Buschkühl (li.) und Karin Grave im Emmerbach-Treff im kleinen Zentrum Am Roggenkamp; Die Quartierssprechstunde kann aktuell nur als Spaziergang von maximal 2 Personen stattfinden, Quartiersentwicklerin Karin Grave (re.) mit einer Bürgerin aus Hiltrup-Ost

Technische Unterstützung ermöglicht der Quartiersentwicklung Corona-gerechte Smartphone- und Tablet-Beratung mit reichlich Abstand, Johanna Buschkühl (li.) und Karin Grave im Emmerbach-Treff im kleinen Zentrum Am Roggenkamp; Die Quartierssprechstunde kann aktuell nur als Spaziergang von maximal 2 Personen stattfinden, Quartiersentwicklerin Karin Grave (re.) mit einer Bürgerin aus Hiltrup-Ost 

Der Prozess der Quartiersentwicklung 

In Hiltrup-Ost begann der Prozess der Quartiersentwicklung 2015 im Rahmen des Masterplan Altengerechte Quartiere.NRW. Der Stadtteil unweit der Marktallee, „jenseits des Kanals“ trägt seinen eigenen Charakter als ausgedehntes Wohnviertel mit überschaubarem Zentrum, der Anteil der älteren Menschen ist hier im Münster-weiten Vergleich am höchsten. 

Seit 2018 gibt es den Emmerbach-Treff als zentralen Anlaufpunkt, der Gemeinschaftsaktivitäten, Beratung und Bewegungs- und Bildungsangeboten ein Zuhause bietet. Für die nächsten Jahre ist eine große Erweiterung des Stadtteils in Planung, die neue Räume für Gemeinschaft, Generationen-Wohnen und Nahversorgung ermöglichen könnte. 

Aber wie sieht es aktuell aus? Die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie treffen Ältere hart: Sie sind nicht nur durch das Virus besonders gefährdet, sondern auch durch Einsamkeit und Isolation. Alltägliche Erledigungen sind schwierig, gerade bei Hochaltrigen sind Toiletten (!) und Sitzmöglichkeiten wichtige Trittsteine des Bewegungsprofils – was, wenn öffentliche Einrichtungen, Cafés und Gaststätten, viele Geschäfte geschlossen sind? Welche anderen, auch digitalen Möglichkeiten bleiben, Begegnungen und Kontakte zu gewährleisten? 

Wir haben mit Karin Grave vom Sozialamt gesprochen, die die Quartiersentwicklung verantwortet, und mit Johanna Buschkühl, die für das Deutsche Rote Kreuz den Emmerbach-Treff leitet. Welche Möglichkeiten hat die Altengerechte Quartiersentwicklung aktuell? Wie lässt sich digitale Teilhabe unterstützen? Und: Wie kann es in Hiltrup-Ost in Zukunft weitergehen? 

Marc Gottwald-Kobras sprach für das Team des „Schaufensters“ zukunft-muenster.de im Februar 2021 mit Johanna Buschkühl und Karin Grave vor Ort im Emmerbach-Treff.