Vielfalt der Stadtteile

Stadtforen 1 bis 5 Zwischenergebnisse

Hier können Sie die Auswertung einiger zentraler Themen der ersten fünf Stadtforen nachlesen. 

Alle Stadtforen 

Vielfalt der Stadtteile

Datum: 15. Mai 2019; Ort: Kap. 8 im Bürgerhaus Kinderhaus

Stadtteil-Identitäten weiter entwickeln
Die Stadtteile Münsters haben jeweils ganz eigene Charakteristiken. Den Teilnehmenden war es besonders wichtig, diese Stadtteil-Identitäten zu erhalten und weiter zu entwickeln. Städtebauliche Ergänzungen oder Umgestaltungen (etwa in den Ortsmitten) sollten daher bedarfsorientiert und stadtteilspezifisch erfolgen.

Begegnungsräume erhalten und schaffen
Plätze in den Ortsmitten und multifunktional nutzbare Räumlichkeiten haben für das Stadtteilleben eine große Bedeutung. Sie sind Treffpunkte, bieten dem Vereinswesen und vielfältigen weiteren Nutzungen Raum und prägen auch auf diese Weise die jeweilige Stadtteilidentität. Aber nicht überall sind diese Voraussetzungen gegeben. Es wurden daher zahlreiche Ideen entwickelt, wie etwa durch multifunktional nutzbare Räume in Schulen und anderen Gebäuden und durch die Rückgewinnung öffentlich nutzbarer Freiräume solche Ortsmittelpunkte wieder geschaffen werden könnten.

Zusammenarbeit verbessern
Die Zusammenarbeit zwischen den Stadtteilen und der Gesamtstadt (bzw. den verschiedenen Ressorts der Stadtverwaltung) lässt sich verbessern – darüber herrschte Einigkeit. Generell wurde auch der Einsatz von „Stadtteil-Kümmerern“ befürwortet. Betont wurde auch die besondere Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements, das vor Ort (auch) durch mehr Zusammenarbeit gestärkt werden könne.

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Urbane Wissensquartiere

Datum: 21. Mai 2019; Ort: Max-Planck-Institut

Stadtteil-Identitäten weiter entwickeln
Die Stadtteile Münsters haben jeweils ganz eigene Charakteristiken. Den Teilnehmenden war es besonders wichtig, diese Stadtteil-Identitäten zu erhalten und weiter zu entwickeln. Städtebauliche Ergänzungen oder Umgestaltungen (etwa in den Ortsmitten) sollten daher bedarfsorientiert und stadtteilspezifisch erfolgen.

Begegnungsräume erhalten und schaffen
Plätze in den Ortsmitten und multifunktional nutzbare Räumlichkeiten haben für das Stadtteilleben eine große Bedeutung. Sie sind Treffpunkte, bieten dem Vereinswesen und vielfältigen weiteren Nutzungen Raum und prägen auch auf diese Weise die jeweilige Stadtteilidentität. Aber nicht überall sind diese Voraussetzungen gegeben. Es wurden daher zahlreiche Ideen entwickelt, wie etwa durch multifunktional nutzbare Räume in Schulen und anderen Gebäuden und durch die Rückgewinnung öffentlich nutzbarer Freiräume solche Ortsmittelpunkte wieder geschaffen werden könnten.

Zusammenarbeit verbessern
Die Zusammenarbeit zwischen den Stadtteilen und der Gesamtstadt (bzw. den verschiedenen Ressorts der Stadtverwaltung) lässt sich verbessern – darüber herrschte Einigkeit. Generell wurde auch der Einsatz von „Stadtteil-Kümmerern“ befürwortet. Betont wurde auch die besondere Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements, das vor Ort (auch) durch mehr Zusammenarbeit gestärkt werden könne.

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Innenstadt ist mehr ...

Datum: 13. Juni 2019; Ort: Mensa am Aasee

Eine vielfältige Innenstadt benötigt eine übergreifende Strategie
Dass Innenstädte funktional vielfältiger werden (müssen), um ihre Attraktivität zu erhalten, war aus allen Beiträgen und den Statements der Gruppen herauszuhören. Neben der funktionalen Anreicherung vorhandener Bereiche, können auch räumliche Ergänzungen und funktionale Differenzierungen hilfreich sein (»die Altstadt kann nicht alles leisten – und das ist auch in Ordnung«). Es ist jedoch wichtig, dass eine in diesem Sinne vielfältige Innenstadt innere Bezüge wahrt – durch Wegebeziehungen, übergeordnete Gestaltungselemente etc.). Wichtig sei zudem, auch das wurde betont, dass die Entwicklung der Innenstadt im Zusammenhang mit der Gesamtstadt – und insbesondere auch den Ortsteilzentren – gesehen werde.

Innenstadt soll Alltagsort bleiben und werden
Eine Besonderheit Münsters sei es, das wurde bereits zu Beginn der Veranstaltung festgestellt, dass sich hier in der Innenstadt noch viele Alltagsnutzungen (Schulen, Wohnungen) finden. Das wurde allseits als besondere und weiter zu entwickelnde Qualität angesehen. Dazu könne beitragen, dass Erdgeschosse auch mit anderen Nutzungen abseits des klassischen Einzelhandels besetzt werden. Als Beispiele wurden Manufakturen, produzierendes Gewerbe, Kindertagesstätten oder temporäre Nutzungen (wie z.B. Ausstellungen, Pop-Up Stores etc.) genannt. »Testräume« oder »Experimentierfelder« (z.B. großzügige Parkplätze, Straßenzüge, Plätze etc.) können zur frühzeitigen (temporären) Erprobung dieser neuen Entwicklungen dienen.

Innenstadtentwicklung: eine Gemeinschaftsaufgabe
Um eine vielfältige Mischung von Akteuren und Nutzungen in der Innenstadt zu erreichen, ist es den Teilnehmenden wichtig, dass auch Chancen zur Ansiedlung von kleineren inhabergeführten Läden und Start-Ups, beispielsweise durch Modelle des Mietausgleichs, geschaffen werden. Die Kooperation zwischen den Innenstadtakteuren – über die Vernetzungen der Einzelhändler hinaus – wurde als wichtig benannt, um gemeinsame Ziele zu verfolgen und gemeinsame Entwicklungen (z.B. Aufwertung öffentlicher Räume) für die gesamte Stadtgesellschaft voranzubringen.

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Münstersche Stadtlandschaften

Datum: 26. Juni 2019; Ort: Landwirtschaftskammer Bildungszentrum Wolbeck

Siedlungs- Landschaftsentwicklung als Zusammenhang betrachten und gestalten
Die Verflechtung von Siedlungs- und Landschaftsräumen ist charakteristisch für die Stadtstruktur Münsters und – da waren sich alle einig – zu erhalten und weiterzuentwickeln. Einer möglichen »Entkopplung von Stadt und Landschaft« müsse entgegengewirkt und der Zusammenhang von offenen und bebauten Räumen auf allen Maßstabsebenen beachtet und gestärkt werden. Dabei könnten auch höhere bauliche Dichten, wo immer dies mit der Charakteristik der Ortslagen vertretbar sei, zu einer Reduktion der Flächeninanspruchnahme beitragen. Zugleich aber gelte es, auch im Innenbereich Freiräume möglichst zu erhalten. Eine in diesem Sinne behutsame Weiterentwicklung der Stadtstruktur sei auch, darauf wurde vielfach verwiesen, unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes – auf dessen besondere Bedeutung zuletzt durch das Ausrufen des Klimanotstandes für Münster hingewiesen wurde – von großer Bedeutung.

In diesem Zusammenhang wurde auch der Wunsch nach deutlichen Aussagen zur Grünordnung und der Nutzung geeigneter planerischer Werkzeuge unterstrichen.

Freiräume erhalten, zurückgewinnen, qualifizieren und vernetzen
Bezüglich der Freiräume waren die Teilnehmenden einhelliger Meinung: Es gilt möglichst zu erhalten, was vorhanden ist, den Freiraumbestand weiter zu qualifizieren und zu profilieren sowie die einzelnen Flächen untereinander zu vernetzen und zugänglicher zu gestalten. Dieser Grundsatz bezog sich dabei sowohl auf großflächige Landschaftsräume wie auf kleinteilige Grün- und Freiflächen. Darüber hinaus sollten auch im Innenbereich noch Potenzialflächen erschlossen werden – etwa durch Rückbau von bzw. Heranbauen an Verkehrsflächen. Selbst Fassaden- und Dachbegrünungen seien in diesem Zusammenhang von Bedeutung. Bei alledem solle die Grünflächenentwicklung bedarfsorientiert und unter Beteiligung der lokalen Bewohnerschaft umgesetzt werden.

Der besonderen Bedeutung der Landwirtschaft gerecht werden
Landwirtschaftlich genutzte Flächen bilden einen wesentlichen Bestandteil der Münsteraner Stadt-Landschaft. Sie sind nicht nur als auch als Raum der Lebensmittelproduktion von Bedeutung, sondern können auch dem Landschafts- und Klimaschutz sowie Freizeit und Erholung dienen. Deshalb solle der landwirtschaftliche Raum stärker erfahrbar gemacht, zum anderen die Landwirtschaft stärker in die Kernstadt geholt werden. Diese Kopplung könne insbesondere über die lokal hergestellten Produkte erfolgen, indem die Verflechtung von lokaler Produktion und lokalem Konsum gestärkt werde. In diesem Zusammenhang wurde eine Intensivierung naturnaher und biodiverser Landwirtschaft gefordert. Generell sollte die Bedeutung der Landwirtschaft als Partner für die Landschafts- und Stadtentwicklung beispielsweise durch konkrete Projekte, Initiativen und multilaterale Dialoge mit allen involvierten Akteuren gestärkt werden.

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Leistbares Wohnen

Datum: 4. Juli 2019; Ort: LBS West

Die ganze Bandbreite an (bestandssichernden) Instrumenten nutzen
In der Stadtforums-Diskussion zum Thema Wohnen wurde deutlich: Den einen Königsweg zur Lösung des Wohnraumproblems gibt es nicht – es gilt das ganze Spektrum der Instrumente zu nutzen: Diese umfassen sowohl informelle Instrumente (Integriertes Stadtentwicklungskonzept, Wohnbaulandmonitoring, Umzugsmanagement, Stärkung kommunaler Wohnungsbaugesellschaften etc.) als auch gesetzlich definierte (formelle) Instrumente (Vorkaufsrechte, Erhaltungssatzungen, Modernisierungsgebote etc.). Da sich die Sicherung noch preiswerter Bestände und vorhandener Belegungsrechte nicht über den Markt herstelle, seien Aktivitäten der öffentlichen Hand unverzichtbar. Dabei ist, das wurde mehrfach betont, Kontinuität entscheidend, da sich positive Effekte nur über längere Frist in ausreichendem Umfang einstellen.

Alternative Wohnformen stärken
Alternativen Wohnformen und neuen Trägerformen (wie Genossenschaften, Baugruppen etc.) wird große Bedeutung beigemessen, insbesondere mit Blick auf die sich ausdifferenzierenden Lebensstile. Gemeinschaftsorientiertes und selbstverwaltetes Wohnen könne sowohl im Bestand wie im Neubau wichtige Beiträge leisten, wie an Beispielen deutlich wurde. Aus eigener Kraft gelingt ihnen jedoch oft nicht der Zugang zu Grundstücken. Daher sei auch hier die Konzeptvergabe kommunaler Flächen von Bedeutung, bei der ggf. auch besondere Leistungen der Projekte für ihr Umfeld Berücksichtigung finden. Eine große Herausforderung stellt zudem die Integration von Haushalten mit geringer Zahlungsfähigkeit dar. Sie kann zum Teil durch interne Solidaritätsmodelle ermöglicht werden. Denkbar wäre jedoch auch, so wurde in der Diskussion angeregt, zum Beispiel das Aufbringen von Eigenanteilen projektübergreifend und unter kommunaler Beteiligung zu organisieren.

Langfristige Belegungsbindungen anstreben, Grundstücke im Erbbaurecht vergeben
Sowohl im Zusammenhang der Stärkung alternativer Wohnformen als auch besonders mit Blick auf langfristige Zweck- und Belegungsbindungen wurde die Vergabe kommunaler Grundstücke auf Erbpachtbasis als sehr wesentlich angesehen. Damit würden sich kommunale Steuerungsmöglichkeiten erhöhen und vor allem lange bzw. dauerhafte Belegungsbindungen bewirken lassen. Die Vergabe im Erbbaurecht solle daher Vorrang vor dem Verkauf städtischer Flächen haben. Was die Grundlagen öffentlichen Handelns im Wohnbereich betrifft wurde durchweg betont, dass Boden und Wohnungen keine gewöhnlichen Marktgüter sind, sondern als eine Art Grundversorgung verstanden werden sollten, die insbesondere unter sozialpolitischen Gesichtspunkten der Regulierung bedarf. Zugleich seien aber die Handlungsmöglichkeiten der Kommunen begrenzt und stark von landes- und bundespolitischen Rahmensetzungen abhängig. Mit dem Grundsatz der Sozialen Bodennutzung verfüge Münster bereits über eine gute Grundlage, die dennoch im Bereich der langfristigen Sicherung leistbaren Wohnens noch »Luft nach oben« habe.

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Die Stadtforen 1-5 stellen den ersten Teil der Stadtforen-Reihe da. 
Nach der Sommerpause geht es mit folgenden Themen weiter:

Facetten ökonomischer Stärke, 29.08.2019

Stadtverträgliche Mobilität, 1. Quartal 2020

Stadt in der Balance, 1. Quartal 2020 (verschoben aufgrund der Covid-19-Pandemie)

Die Ergebnisse werden voraussichtlich 2021 vervollständigt.

Diese Auswertung einiger zentraler Ergebnisse der Stadtforen stammen von scheuvens + wachten plus und NetzwerkStadt, die wir hier unverändert wiedergeben.