Diskussion mit Besucher*innen des zweiten Gesundheitsforums in Berg Fidel mit drei spannenden Themen
Gesundheit

Zweites Gesundheitsforum in Berg Fidel mit drei spannenden Themen 

Wohnen, Sport und Bewegung sowie (migrantische) Selbstorganisierung: Das sind - bezogen auf das weite Feld „Gesundheit“ - drei Handlungsschwerpunkte in Berg Fidel, die nun von den Bürger*innen im Projekt „Gesundheit in der nachhaltigen Stadt“ in den Mittelpunkt gesetzt wurden.

Im zweiten Gesundheitsforum in Berg Fidel widmeten sich drei Arbeitsgruppen genau diesen Handlungsfeldern und machten sich gemeinsam auf die Suche nach konkreten Umsetzungsideen.

Programm­koor­dination am Institut für Geographie der WWU
Lisa Kamphaus
0251 83-30117

Vielfältige Herausforderungen - konkrete Lösungsansätze

Das Projekt „Gesundheit in der nachhaltigen Stadt“ startete in Berg Fidel im März 2022 mit einem ersten Gesundheitsforum. Eine Stadtteilerkundung auf den Spuren von Gesundheit folgte im Juli. Und Ende September fand nun das zweite Gesundheitsforum statt. In allen drei Veranstaltungen wurde eines ganz deutlich: Wohnen, Sport und Bewegung sowie (migrantische) Selbstorganisierung sind die Themen, die in Berg Fidel für die Bürger*innen besonders relevant sind und auf die das Projektteam von „Gesundheit in der nachhaltigen Stadt“ ein besonderes Augenmerk legen soll.

In kleinen Arbeitsgruppen kamen Stadtteilexpert*innen zusammen, die durch ihre jahrelange Arbeit und ihr Engagement in Berg Fidel genau wissen, wo der Schuh drückt. So kamen schnell die konkreten Problemlagen zu den jeweiligen Themenfeldern auf den Tisch: 

  • viele Informationen zu bereits existierenden Angeboten und Akteur*innen sind unzugänglich, unsichtbar und intransparent,
  • es fehlen physische Anlaufstellen und Begegnungsorte,
  • trotz einer großen migrantischen Community in Berg Fidel mangelt es an Möglichkeiten der migrantischen Selbstorganisierung,
  • generell gibt es wenig Wege zur Selbstorganisierung und Teilhabe,
  • und das Wohnen bzw. der Zustand vieler Wohnungen ist nach wie vor ein sehr dringliches und gesundheitsgefährdendes Problem des Stadtteils.

Gleichzeitig konnten die Arbeitsgruppen aber auch vorhandene Strategien, Akteur*innen und Strukturen im Stadtteil benennen, die bereits Abhilfe leisten. Aus diesen Erkenntnissen wurden gemeinsam konkrete zukünftige Wege und Maßnahmen abgeleitet, um die Probleme anzugehen, zum Beispiel:

  • die Bildung von (themenspezifischen) Arbeitskreisen,
  • die Vernetzung von bestehenden Akteur*innen und Strategien auch außerhalb des Stadtteils,
  • die Informationsbereitstellung und Transparenz,
  • die Unterstützung von (migrantischer) Selbstorganisierung und
  • die Durchführung von interkulturellen Veranstaltungen.

Diese Umsetzungsmöglichkeiten werden im weiteren Verlauf der Gesundheitsforen in den drei Arbeitsgruppen weiter konkretisiert. 

Das Projektteam von "Gesundheit in der nachhaltigen Stadt" beim zweiten Gesundheitsforum der Stadt Münster in Berg Fidel (von links): Dr. Matthias Schmidt (Münster Marketing), Merle Heitkötter (Gesundheitsamt), Lisa Kamphaus (WWU Münster) und Professorin Dr. Iris Dzudzek (WWU Münster).

Das Projektteam von "Gesundheit in der nachhaltigen Stadt" (von links): Dr. Matthias Schmidt (Münster Marketing), Merle Heitkötter (Gesundheitsamt), Lisa Kamphaus (WWU Münster) und Professorin Dr. Iris Dzudzek (WWU Münster). 
Foto: Münster Marketing/Julia Gründing

Wie geht es weiter?

Im Sommer 2023 werden auf einer stadtweiten Konferenz zu „Gesundheit in der nachhaltigen Stadt“ die Ergebnisse der Arbeitsgruppen aus Berg Fidel sowie aus den anderen Fokus-Stadtteilen vorgestellt und mit Expert*innen diskutiert. Neben der konkreten Erarbeitung und Umsetzung von Maßnahmen in den drei Arbeitsgruppen stellen die gewonnenen Erkenntnisse auch die Basis für ein stadtweites kommunales Handlungsprogramm dar, welches schlussendlich durch den Rat der Stadt Münster verabschiedet werden soll.

Wenn Sie gerne zu den drei Handlungsfeldern etwas beitragen möchten, die Themen stärken oder aber auch andere relevante Themen diskutieren möchten, melden Sie sich gerne bei Lisa Kamphaus oder kommen Sie einfach beim nächsten Gesundheitsforum in Berg Fidel Ende Januar 2023 vorbei.

Gerne können Sie sich auch beim Nachhaltigkeitstag der WWU über das Projekt informieren und an der dortigen Beteiligungsaktion mit Ihrem Beitrag zu einer besseren gesundheitlichen Chancengleichheit in Münster beitragen. Der Nachhaltigkeitstag der WWU (Campus Earth Day) findet am 20.10.2022 statt.

Bei Interesse an den Gesundheitsforen oder bei allgemeinen Fragen oder Anmerkungen zu dem Projekt wenden Sie sich gerne telefonisch oder per Mail an Lisa Kamphaus:

Programmkoordination "Gesundheit in der nachhaltigen Stadt" Münster
WWU Münster - Institut für Geographie 
AG Kritische Stadt- und Gesundheitsgeographie 
Lisa Kamphaus MSc
Tel. +49 251 83-30117
E-Mail lisa.kamphaus@uni-muenster.de