Gesundheit

Neues Projekt stärkt Gesundheit von sozial benachteiligten Menschen

03.07.2026 - Oberbürgermeister Fuchs trifft sich mit Projektpartnern und Engagierten aus Berg Fidel / Bewohner entwickeln selbst neue Gesundheitsangebote

Im Stadtteil Berg Fidel ist ein neues Projekt gestartet, das die Gesundheit von sozial benachteiligten Menschen in Münster nachhaltig stärken soll. Ein zentrales Merkmal des Projekts ist der communitybasierte Ansatz: Die Bewohnerinnen und Bewohner in Berg Fidel sollen Gesundheitsangebote in ihrem Stadtteil nicht nur nutzen, sondern selbst aktiv mitentwickeln und -gestalten. Ihre Erfahrungen, Ideen und Bedarfe bilden die Grundlage für neue Angebote im Stadtteil. In einem nächsten Schritt wird das Projekt auf zwei weitere Stadtteile Münsters ausgedehnt.

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Oberbürgermeister Tilman Fuchs hat sich zum Start des Projekts "Gesundheitskompetenz in der kommunalen Gesundheitsförderung" mit den Projektpartnern und Engagierten getroffen. Neben der Stadt sind das die Universität und das Universitätsklinikum Münster, die Beratungsstelle Südviertel e.V., die Techniker Krankenkasse sowie zu Community-Forscherinnen ausgebildete Bürgerinnen aus Berg Fidel. "Dieses Projekt steht für einen Perspektivwechsel: Wir fragen nicht nur, welche Angebote Menschen brauchen, sondern entwickeln diese gemeinsam mit ihnen. Die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Praxis und engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Berg Fidel schafft dafür eine starke Grundlage", sagte Fuchs. "So können wir Gesundheitsförderung nachhaltiger und näher an den Lebensrealitäten der Menschen gestalten."

Bis Frühjahr 2029 sollen Angebote zu Themen wie Ernährung und Bewegung insbesondere für benachteiligte und schwer erreichbare Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils geplant und umgesetzt werden. Das können Sportangebote mit Kinderbetreuungsangeboten für Frauen oder auch Austauschformate für Menschen sein, die Diskriminierung erleben.

Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs hat sich zum Start des Projekts „Gesundheitskompetenz in der kommunalen Gesundheitsförderung“ mit den Akteurinnen und Akteuren getroffen. Fotos: Stadt Münster / Peter Leßmann

Gesundheit für alle 

Ziel des Projekts ist es, Menschen in sozial benachteiligten Lebenslagen den Zugang zu Gesundheitsinformationen zu erleichtern. Sie sollen dabei unterstützt werden, diese Informationen zu verstehen, anzuwenden und für ihre eigene Gesundheit zu nutzen.

Die Chancen auf ein gesundes Leben hängen in Münster oft vom Wohnort, dem sozialen Umfeld und finanziellen Möglichkeiten ab. Um diese Ungleichheiten zu verringern, hat der Rat der Stadt im vergangenen Jahr das Handlungsprogramm "Gesunde Stadt Münster" beschlossen. Ziel ist es, gesundheitliche Chancengleichheit besonders in sozial benachteiligten Stadtteilen zu verbessern und gesundheitsfördernde Strukturen vor Ort gezielt auszubauen.

Ermöglicht wird das Projekt durch eine zunächst auf drei Jahre angelegte Förderung von der Techniker Krankenkasse, Münsters Allianz für Wissenschaft sowie des StadtLabors der Universität Münster.

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