06.08.2026 - Die Techniker Krankenkasse und die Stadt Münster machen sich weiterhin gemeinsam stark für "Gesundheit in der nachhaltigen Stadt". Für 2026 und 2027 stehen 14 Projekte zur Gesundheitsförderung fest.
Kleinprojekte 2026/27: Klick auf die Überschriften, um mehr zu erfahren.
Projekt: "In Fürsorge verbunden“ - Gruppenangebot für sorgende Angehörige älterer Menschen in Berg Fidel
Projektträger: Alexianer Münster GmbH
Mit diesem Projekt entsteht in Berg Fidel ein Angebot, das pflegende Angehörige stärkt, entlastet und miteinander vernetzt. In regelmäßigen Gruppentreffen erhalten die Teilnehmenden Impulse zu Themen wie Demenz, Depression, Kommunikation und regionalen Hilfsangeboten. Gleichzeitig bietet die Gruppe Raum für persönliche Gespräche, Erfahrungsaustausch und die Stärkung der eigenen Ressourcen. Durch Anbahnung von Kontakten zu verschiedenen Institutionen, unter anderem der Tagespflege Simeon, können pflegende Angehörige entlastet und Betroffene durch soziale Kontakte und Aktivierung unterstützt werden. Ziel ist es, die Gesundheit und Selbstfürsorge pflegender Angehöriger nachhaltig zu fördern und zur Bildung eines tragfähigen Unterstützungsnetzwerk im Quartier beizutragen.
© Age Cymru und Zeki Okur auf Unsplash
Projekt: Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für mentale Gesundheit – Stress- und Konfliktprävention im Kinder- und Jugendtreff
Projektträger: AWO Albatros/ AWO Nienkamp
Kinder und Jugendliche stehen im Alltag zunehmend vor psychosozialen Belastungen und Konflikten. Dieses Projekt vermittelt ihnen in Münster Albachten und Münster-Uppenberg alltagsnahe Strategien zur Stressbewältigung, Selbstregulation und gewaltfreien Konfliktlösung. Gleichzeitig werden Fachkräfte und Übungsleitende in Kinder- und Jugendtreffs zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren qualifiziert, damit sie die Inhalte nachhaltig in ihre Angebote integrieren können. Durch praxisnahe Methoden wie gewaltfreie Kommunikation, aktives Zuhören, Perspektivwechsel und Ressourcenmanagement werden junge Menschen in ihrer Resilienz gestärkt und befähigt, Konflikte frühzeitig zu erkennen und konstruktiv zu lösen.
© AWO Nienkamp
Projekt: Zwischen Likes und Realität – Körperbild, Essen & Social Media
Projektträger: health.pro.fit
Soziale Medien beeinflussen die Wahrnehmung des eigenen Körpers und können insbesondere bei Jugendlichen zu Vergleichsdruck und Unsicherheiten führen. Das Projekt „Zwischen Likes und Realität – Körperbild, Essen & Social Media“ findet mit unterschiedlichen Akteuren wie z.B. Iriba Brunnen e.V. und der Initiative „Starke Mädchen 157“ im Stadtteil Coerde statt und stärkt einen gesundheitsfördernden und reflektierten Umgang mit Social Media, Körperbild und Ernährung. In interaktiven Workshops mit dem Titel „Ich bin mehr als mein Feed – Körperbilder zwischen Likes und Realität“ setzen sich die Teilnehmenden mit Schönheitsidealen, digitalen Vergleichsprozessen und der Wirkung ihrer eigenen Social-Media-Feeds auseinander. Gemeinsam entwickeln sie alltagstaugliche Strategien für einen bewussten Medienkonsum, stärken ihren Selbstwert und lernen, den Fokus auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse ihres Körpers zu richten. Das Projekt fördert Medienkompetenz, Körperakzeptanz und psychische Gesundheit und entwickelt die Workshopreihe gemeinsam mit den Jugendlichen weiter.
© Dr. Corinna Anand – Praxis für Systemische Beratung und Ernährungstherapie
Projekt: Stärkung seelischer Gesundheit, Überwindung von sozialer Vereinsamung und Förderung von Selbsthilfe bei suchtkranken Menschen
Projektträger: INDRO e.V.
Das Projekt richtet sich an Menschen mit Suchterkrankungen sowie an ehemalige Drogenkonsumierende, die sich von der Szene gelöst haben oder auf dem Weg in ein suchtfreies Leben sind. Ziel ist es, die seelische Gesundheit zu stärken, soziale Isolation zu überwinden und tragfähige Gemeinschaften aufzubauen. Rund um das Bahnhofsviertel finden die Teilnehmenden in einer offenen Selbsthilfegruppe Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und Orientierung im Alltag. Gleichzeitig werden Selbsthilfekompetenzen gefördert und Menschen ermutigt, Verantwortung füreinander zu übernehmen und andere auf ihrem Weg aus der Abhängigkeit zu begleiten. So entstehen nachhaltige soziale Netzwerke, die Stabilität, Teilhabe und den langfristigen Ausstieg aus der Sucht unterstützen.
© INDRO e.V.
Projekt: Walk and Meet – Begegnung, Bewegung und Gesundheitsförderung für Frauen
Projektträger: Move and Meet e.V.
Das Projekt Walk and Meet richtet sich an Frauen insbesondere mit Migrations- oder Fluchterfahrung und verbindet Bewegung mit Begegnung und Gesundheitsförderung in verschiedenen Stadtteilen Münsters und um Münster herum. Gesundheitsfördernde Walk-&-Talk- und Run-&-Talk-Angebote, Stadtteilspaziergänge und Naturwanderungen schaffen Raum für Bewegung, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Dabei werden körperliches Wohlbefinden, mentale Gesundheit und soziale Teilhabe gleichermaßen gestärkt. Die Teilnehmerinnen gestalten die Weiterentwicklung der Angebote aktiv mit und werden schrittweise an bestehende Sport- und Bewegungsangebote angebunden. So entstehen nachhaltige Begegnungs- und Bewegungsangebote, die langfristig die Gesundheit, soziale Teilhabe und Integration im Quartier fördern.
© Move and Meet e.V.
Projekt: Mittwochsspaziergang im Hansahof
Projektträger: Seniorentreff Hansahof e.V.
Der Mittwochsspaziergang im Hansahof lädt Seniorinnen und Senioren zu regelmäßiger Bewegung, gemeinsamen Naturerlebnissen und sozialem Austausch ein. Die einstündigen Spaziergänge führen zu wechselnden Zielen im Münsteraner Stadtgebiet und der näheren Umgebung, beispielsweise zum Aasee, und werden an die individuellen körperlichen Möglichkeiten der Teilnehmenden angepasst. Im Anschluss bietet ein gemeinsames Zusammenkommen Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, bestehende Beziehungen zu vertiefen und sich in angenehmer Atmosphäre auszutauschen. Das Angebot fördert körperliche Aktivität, beugt Einsamkeit vor und stärkt die soziale Teilhabe sowie das Wohlbefinden älterer Menschen.
© Helga Mrusek
Mikroprojekte 2026: Klick auf die Überschriften, um mehr zu erfahren.
Projekt: Nachbarschaft am Herd - gesunde Rezepte ohne Grenzen
Projektträger: AWO Mittendrin
Das Projekt fördert die Gesundheitskompetenz von Familien in Coerde und vermittelt alltagsnahes Wissen rund um eine ausgewogene Ernährung. In gemeinsamen Kochkursen lernen die Teilnehmenden, saisonale und regionale Lebensmittel einfach, gesund und kostengünstig zuzubereiten. Gleichzeitig werden die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit vermittelt, um ernährungsbedingten Erkrankungen wie Diabetes und Adipositas vorzubeugen. Durch die Qualifizierung von Multiplikator*innen, die Erstellung eines Rezeptbuchs und die Vernetzung mit lokalen Akteuren werden die Projektinhalte nachhaltig im Stadtteil verankert.
© Fritz Bachmeier
Projekt: Bewegung verbindet – Seniorentag in Mecklenbeck
Projektträger: DJK Wacker Mecklenbeck
Der Seniorentag in Mecklenbeck schafft einen niedrigschwelligen Zugang zu Bewegung, Begegnung und Gesundheitsförderung für ältere Menschen. Bei kostenfreien Schnupperangeboten können verschiedene Bewegungsformen wie Walking, Stuhlgymnastik oder Boccia unverbindlich ausprobiert werden. Gleichzeitig bieten Informationsstände lokaler Akteure Orientierung zu gesundheitsfördernden Angeboten im Stadtteil. Durch persönliche Gespräche und den Austausch mit den Teilnehmenden werden Wünsche und Bedarfe erfasst, um neue, passgenaue Bewegungsangebote zu entwickeln und langfristig im Verein sowie im Quartier zu etablieren. So stärkt das Projekt nicht nur die körperliche Aktivität, sondern auch soziale Kontakte und die Teilhabe älterer Menschen.
© DJK Wacker Mecklenbeck e.V.
Projekt: FerienKochErlebnis – Lecker, Schmecker, Geschmacksentdecker
Projektträger: ImpulsWerk Münster e.V.
Das FerienKochErlebnis vermittelt Kindern im Hansaviertel spielerisch Freude an einer gesunden, regionalen und nachhaltigen Ernährung. Im Mittelpunkt steht das praktische Ausprobieren: Gemeinsam wird geschnippelt, gekocht, gebacken und anschließend in der Gruppe gegessen. Dabei lernen die Kinder den bewussten Umgang mit Lebensmitteln kennen, entdecken neue Geschmäcker und entwickeln alltagsnahe Kochkompetenzen. Durch erlebnispädagogische Methoden und altersgerechte Ernährungsbildung werden Impulse für eine gesundheitsfördernde Lebensweise gesetzt, die auch in die Familien hineinwirken. Gleichzeitig erprobt das Projekt innovative Formate der Ernährungsbildung und nachhaltigen Entwicklung, um wirksame Ansätze für die Zukunft zu entwickeln
© ImpulsWerk Münster e.V.
Projekt: Stark ohne Gewalt - gemeinsam fair und mutig im BauSpielTreff Holtrode
Projektträger: Outlaw gGmbH BauSpielTreff Holtrode
Im Bauspieltreff Holtrode in Wolbeck stärkt das Projekt „Miteinander ohne Gewalt“ die soziale und emotionale Entwicklung und fördert ein respektvolles Miteinander. Durch spielerische Übungen, Vertrauens- und Kooperationsspiele sowie Methoden der gewaltfreien Kommunikation lernen die Kinder, Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, Konflikte konstruktiv zu lösen und Strategien zur Wut- und Stressbewältigung anzuwenden. Gleichzeitig werden Empathie, Selbstvertrauen und soziale Verantwortung gestärkt. Die Kinder gestalten die Inhalte aktiv mit und entwickeln ihre Kompetenzen gemeinsam mit Gleichaltrigen. So trägt das Projekt nachhaltig zur Gewaltprävention und zu einem wertschätzenden Miteinander im Schul- und Lebensalltag bei.
© Wiebke Schäfer
Projekt: PowerKids – Gesund, fair & in Bewegung im Jugendzentrum Sprakel
Projektträger: Outlaw gGmbH Jugendzentrum Sprakel
Das Projekt unterstützt Kinder und Jugendliche im Jugendzentrum Sprakel dabei, einen gesundheitsfördernden Lebensstil zu entwickeln und Freude an Bewegung und ausgewogener Ernährung zu entdecken. Regelmäßige Bewegungsangebote werden mit praktischer Ernährungsbildung kombiniert, bei der die Teilnehmenden gesunde Snacks und Mahlzeiten selbst zubereiten und grundlegendes Ernährungswissen erwerben. Die Kinder und Jugendlichen gestalten die Inhalte aktiv mit, übernehmen Verantwortung und bringen eigene Ideen ein. So werden Selbstwirksamkeit, soziale Kompetenzen und gesundheitsfördernde Verhaltensweisen nachhaltig gestärkt und in den Alltag übertragen.
© Wiebke Schäfer
Projekt: USC Münster x Strong Partners – Mentale Stärke für Mädchen & junge Frauen
Projektträger: Strong Partners GmbH
Das Projekt unterstützt Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren dabei, einen gesunden Umgang mit Stress, Emotionen und alltäglichen Belastungen zu entwickeln. In einer zweitägigen Präventionsmaßnahme erwerben die Teilnehmerinnen alltagstaugliche Strategien zur Stressbewältigung, stärken ihre persönlichen Ressourcen und erleben durch Bewegung und praxisnahe Übungen ihre eigene Selbstwirksamkeit. Gleichzeitig werden ältere Jugendliche zu Peer-Trainerinnen qualifiziert, die ihr Wissen an jüngere Teilnehmerinnen weitergeben und als vertrauensvolle Ansprechpartnerinnen wirken. Durch die Verankerung des Angebots im Vereinsalltag des USC Münster und im Quartier Berg Fidel entstehen nachhaltige Strukturen zur Förderung der psychischen Gesundheit und Resilienz junger Menschen.
© Strong Partners GmbH
Bereits seit 2024 konnten mit finanzieller Förderung der Techniker Krankenkasse (TK) viele Mikroprojekte erfolgreich in Münster umgesetzt werden.
Projekt: Gemeinsam digital – Wege zur Gesundheit & Selbstbestimmung im Alter
Projektträger: Caritasverband für die Stadt Münster e.V.
Das Projekt „Gemeinsam digital“ stärkt die digitale Gesundheitskompetenz und Selbstbestimmung älterer Menschen im Quartier Aaseestadt/ Pluggendorf. Durch Themenvorträge, digitale Schulungsangebote und mit Hilfe ehrenamtlicher Unterstützung sollen ältere Menschen befähigt werden, digitale Gesundheitsangebote sicher und selbstständig zu nutzen. Junge Ehrenamtliche der Young Caritas werden zudem als Multiplikator/-innen geschult und begleiten die Teilnehmenden auch über das Projektende hinaus individuell. Durch die Verankerung im Handlungsfeld „Altengerechte inklusive Quartiersentwicklung (AIQ)“ ist eine kontinuierliche fachliche Begleitung gewährleistet und durch die Schulung junger Multiplikator*innen wird eine langfristige Wirksamkeit und Verstetigung der Projektziele angestrebt.
© Caritasverband für die Stadt Münster e.V.
Projekt: MIT tags TISCH – Lebensmittel- und Kochworkshop für ältere Erwachsene und Senior*innen
Projektträger: Haus der Familie Münster e.V.
Das Projekt „MIT tags TISCH“ richtet sich an ältere Erwachsene und Senior*innen, die sich regelmäßig in einer festen Gruppe im Stadtteilhaus Gievenbeck treffen, um gemeinsam gesunde Mahlzeiten zuzubereiten und zu genießen. Ziele sind die Förderung gesunder Ernährung, soziale Teilhabe und der Erhalt bzw. Ausbau alltagspraktischer Fähigkeiten. Durch das gemeinsame Einkaufen, Kochen, Essen und den Austausch in der Gruppe sollen Einsamkeit und Isolation entgegengewirkt, motorische und kognitive Fähigkeiten aktiviert sowie das Selbstwertgefühl gestärkt werden. Ergänzend erhalten die Teilnehmenden Informationen und Materialien zur gesunden Ernährung, die sie im Alltag selbstständig umsetzen können. Das Projekt trägt zur Verbesserung der Lebensqualität und Selbstständigkeit im Alter bei.
© Haus der Familie Münster e.V.
Projekt: Stand Up – for yourself
Projektträger: Haus der Wohnungslosenhilfe
Das Projekt „Stand Up – for yourself“ richtet sich an wohnungslose Menschen im Haus der Wohnungslosenhilfe und zielt auf die Förderung ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit. Geschulte Trainer bieten niedrigschwellige Bewegungs- und Fitnessangebote an, durch die Mobilität und Muskelkraft gestärkt sowie die Sturzgefahr reduziert wird. Ergänzt wird das Programm durch Ernährungsbildung. Ziel ist die langfristige Integration gesunder Routinen in den Alltag. Neben der Gesundheitsförderung werden soziale Teilhabe, Selbstwirksamkeit und Selbstbewusstsein gestärkt. Eine Verstetigung des Projekts wird durch Netzwerkarbeit und eine mögliche Einbindung von Ehrenamtlichen angestrebt.
© Haus der Wohnungslosenhilfe
Projekt: Kräuterinsel on Tour – Gesundheitsbildung auf Rädern
Projektträger: ImpulsWerk Münster e.V.
Das Projekt „Kräuterinsel on Tour“ zielt darauf ab, Kindern im Hansaviertel den Zugang zu gesunder und nachhaltiger Ernährung zu ermöglichen und deren Wertschätzung für Natur und Lebensmittel zu fördern. Aufbauend auf den Erfahrungen der „GrünInsel4Kids“ des Vorjahres wird ein mobiles Kräuterhochbeet in Kitas, Schulen und ggf. an öffentliche Orte wie am Bennohaus gebracht. Die Kinder pflanzen, pflegen und verarbeiten gemeinsam Kräuter und erhalten somit mit allen Sinnen positive Impulse. Eine Pflanzkiste mit pädagogischer Anleitung bleibt dauerhaft in der Einrichtung, um eine nachhaltige Wirkung zu fördern und langfristig ein gesundheitsförderliches Verhalten zu erzielen.
© André Schmitz
Projekt: Peer-to-Peer-Empowerment „diversitätssensible Gesundheitslots*innen in Berg Fidel“
Projektträger: Initiative Community Empowerment Berg Fidel
Das Projekt „Peer-to-Peer-Empowerment ´diversitätssensible Gesundheitslots*innen in Berg Fidel´“ stärkt die Gesundheitskompetenz von Menschen mit Diskriminierungserfahrungen im Stadtteil Berg Fidel, insbesondere von Frauen mit Migrationsvorgeschichte. Aufbauend auf der bestehenden „Community Forschung Berg Fidel“ und inspiriert vom Projekt von Christiane Falge in der Bochumer Hustadt werden fünf Frauen im Rahmen einer Peer-to-Peer-Schulung als Gesundheitslotsinnen ausgebildet. Die Schulungen setzen auf niedrigschwellige, partizipative Lernformate. Durch Empowerment-Workshops sollen Gesundheitskompetenz, Selbstwirksamkeit und Resilienz gefördert sowie Wissen zu Ernährung, Bewegung, Stressmanagement und Teilhabe vermittelt werden. Ziel ist es, dass die Frauen anschließend selbstorganisiert gesundheitsfördernde Projekte initiieren und nachhaltige Strukturen im Stadtteil aufbauen.
© AFO Uni Münster (2023): Community Forschung Berg Fidel.
Projekt: algoRYTHMUS
Projektträger: Kinder- und Jugendtreff Bonni der Evangelischen Apostel-Kirchengemeinde Münster
Das Tanzprojekt „algoRYTHMUS“ wurde gemeinsam mit Jugendlichen mit Migrationsvorgeschichte aus Münsters Innenstadt im Jugendtreff Bonni entwickelt. Mithilfe der App TikTok erstellen die Teilnehmenden eigene Choreografien, die bei Veranstaltungen öffentlich aufgeführt werden. Ziel ist es, ein niedrigschwelliges Bewegungsformat zu etablieren, das Gesundheit, Selbstwirksamkeit, Kreativität und soziale Kompetenzen fördert. Im Fokus steht dabei auch die Auseinandersetzung mit dem eigenen digitalen Nutzungsverhalten und der Förderung digitalen Wohlbefindens. Es werden ergänzend regelmäßige Achtsamkeits- und Entspannungsübungen durchgeführt, um die psychische Gesundheit der Teilnehmenden zu stärken. Damit das Projekt nachhaltig wirkt, werden Multiplikator*innen-Schulungen angeboten, durch die Jugendliche dazu befähigt werden, das niedrigschwellige Bewegungsangebot selbstverantwortet fortzuführen.
© Designed by Freepik
Projekt: Swim and Meet
Projektträger: Move and Meet e.V.
Das Projekt „Swim and Meet“ fördert die gesundheitliche Chancengleichheit von Frauen und Mädchen ab 16 Jahren im Stadtteil Geist/ Berg Fidel – insbesondere mit Migrations- oder Fluchterfahrung. Ziel ist es, über vier Schwimmkurse (April bis Oktober 2025) körperliche und psychische Gesundheit, Empowerment und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Die Teilnehmerinnen lernen schwimmen oder verbessern ihre Fähigkeiten und erleben das Element Wasser als Mittel zur physischen und psychischen Stärkung. Begleitend gibt es ein Mentoring durch Schwimmpatinnen, die Vermittlung in Erste Hilfe- und Rettungsschwimmerinnen- oder Trainerinnenausbildungen sowie die Anbindung an weitere Sport- und Freizeitangebote des Vereins Move and Meet. Frauen erweitern ihren sozialen Radius, gewinnen Vertrauen in sich selbst und werden zu Multiplikatorinnen für bspw. ihre eigenen Kinder und das eigene, nähere Umfeld.
© Move and Meet e.V.
Projekt: WurzelWerk – Nachhaltigkeit wächst in dir!
Projektträger: Outlaw gGmbH
Das Projekt „WurzelWerk – Nachhaltigkeit wächst in dir!“ wird im BauSpielTreff Holtrode durchgeführt und richtet sich an Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren. Ziel ist es, auf kindgerechte und praxisnahe Weise für Klima- und Nachhaltigkeitsthemen zu sensibilisieren und dabei das Bewusstsein für Gesundheit und umweltfreundliches Verhalten zu stärken. Im Zentrum steht die Reaktivierung bestehender Obst- und Gemüsebeete. Gemeinsam mit den Kindern soll eine Fläche erneuert, umgestaltet und nachhaltig gepflegt werden, indem Obst und Gemüse angebaut und dies schließlich für gesunde Mahlzeiten genutzt wird. Dabei entwickeln sie nicht nur ein tieferes Verständnis für nachhaltige und gesunde Ernährung, sondern stärken zugleich ihre körperliche und mentale Gesundheit durch Bewegung an der frischen Luft, naturnahes Arbeiten und sinnstiftende Gemeinschaftserlebnisse. Ergänzt wird das Projekt durch Thementage und kreative Mitmachaktionen, die besonders auf die Förderung von Achtsamkeit, Resilienz und Wohlbefinden ausgerichtet sind. Ziel ist es, dass das erlernte Wissen auch in den Familien im Stadtteil verbreitet wird und die Beete auch im Nachgang zum Projekt gemeinsam (ggf. sogar mit den (Groß-)Eltern) weitergepflegt werden. Das Erlernte soll intergenerativ weitergetragen und in der Einrichtung zukünftig ganzheitlich integriert und gelebt werden.
© Outlaw gGmbH/ BauSpielTreff Holtrode
©Cohaus-Vendt-Stift
Das geförderte Projekt im Cohaus-Vendt-Stift in Kooperation mit FördiKo GmbH hatte zum Ziel, die digitale Medienkompetenz von Bewohner*innen des Altenheims und Senior*innen im Quartier zu steigern und so die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu unterstützen. In diesem Rahmen fanden im Zeitraum von August bis Oktober 2024 kostenlose Workshops und Vorträge für interessierte Personen statt. Es wurde die digitale Kompetenz insbesondere in den Bereichen Wohlbefinden, Gesundheit und Selbstständigkeit gestärkt. So konnten die insgesamt 40 Teilnehmenden zum Beispiel verschiedene Gesundheits-Apps ausprobieren und sich über die Vor- und Nachteile austauschen. Des Weiteren wurde über das E-Rezept und die elektronische Gesundheitskarte informiert und mit Hilfe einer VR-Brille konnten die Teilnehmenden in eine virtuelle Welt eintauchen.
Um langfristig eine Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema digitale Medienkompetenz zu schaffen, wurden Multiplikatoren aus dem Sozialdienst geschult. In den Workshops konnten im Wesentlichen zwei Bedarfe ermittelt werden: die Einrichtung eines Anlaufpunkts für individuelle Fragen zu digitalen Geräten sowie das Angebot von Grundlagenschulungen, insbesondere zur Nutzung digitaler Gesundheitsanwendungen. Diese Erkenntnisse haben zur Planung eines weiteren Projekts geführt, das im Jahr 2025 starten wird und durch die Sozialstiftung NRW gefördert wird.
©ImpulsWerk Münster e.V.
Im Rahmen des Projekts „Meine Grüninsel und Ich“ des ImpulsWerks Münster e.V. wurde Kindern aus dem Hansaviertel eine gesunde und nachhaltige Ernährung aufgezeigt und Bewusstsein für diese geschaffen, um den Kindern einen Grundstein für eine gesündere Gestaltung der eigenen Lebenswelt zu legen. Zudem war es das Ziel, dass die Kinder einen „Wohlfühlort“ in ihrem Viertel erleben konnten. Dazu pflanzten und pflegten die Kinder verschiedene Kräuter in ein Hochbeet im öffentlichen Raum und erkundeten diese mit all ihren Sinnen. In begleitenden Kochaktionen wurden die gepflanzten Kräuter mit weiteren Lebensmitteln verarbeitet und in gemütlicher Atmosphäre verzehrt. Ziel war es, Wertschätzung von Natur und Lebensmitteln bei den Kindern zu erzeugen und Lerneffekte, Erlebnisgewinne und Aha-Momente zu schaffen. Insgesamt konnten gut 70 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren aus fünf verschiedenen Kitas erreicht werden.
©Beratungsstelle Frauen helfen Frauen e.V.
Im Zeitraum von Juli bis Oktober 2024 wurde das Präventionsprojekt „Bodylove“ durchgeführt. Das Projekt richtete sich an junge Frauen zwischen 16 und 25 Jahren, die von gesellschaftlichen Schönheitsnormen und Körperidealismus betroffen sind und ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Essstörungen haben. Ziel war es, die jungen Frauen zu ermutigen, sich selbst anzunehmen und ein gesundes Körperbild zu entwickeln.
In insgesamt 13 Gruppensitzungen von je zwei Stunden haben sich bis zu 12 junge Frauen mit verschiedenen Schwerpunktthemen auseinandergesetzt. Dazu zählten z.B. „Schönheitsideale & Social Media“, „Bewegung & Wohlbefinden“, „Selbstwert & Selbstliebe“, „Ernährung“ oder auch „Stressbewältigung“ und „Selbstbehauptung“. Die Projektinhalte und die Techniken, die zum Einsatz kamen, waren bewusst ressourcenorientiert gestaltet. Die teilnehmenden Frauen konnten mithilfe des Projekts lernen, eigene Grenzen besser zu erkennen und zu wahren und sich selbst und die eigenen Gefühle besser kennenzulernen. Die Frauen wurden ermutigt, sich und ihre Körper besser anzunehmen, Schönheitsideale kritisch zu hinterfragen und durch verschiedene Übungen konnte zudem ihr psychisches Wohlbefinden gestärkt werden.
Um das Projekt „Bodylove“ zu verstetigen, ist für Februar 2025 eine erste Multiplikator*innenschulung für Fachkräfte aus dem pädagogischen / psychologischen Bereich geplant.
©Foodsharing e.V.
In dem geförderten Projekt „Gemeinsam Essen retten und gesund genießen“ wurde in enger Zusammenarbeit mit engagierten Bürger*innen (Co-Entwickler*innen) im Raum Coerde ein kultursensibles Workshop-Konzept entwickelt. Das Ziel dabei war, den Teilnehmenden gesunde Ernährung in Verbindung mit der Rettung von Lebensmitteln näher zu bringen. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Foodsharing Münster e.V. durchgeführt. Die partizipativen Gestaltungsworkshops fanden im Sommer 2024 statt. Mit etwas weniger Co-Entwickler*innen als geplant wurde ein interaktives, kultursensibles Workshop-Konzept zur „schmackhaften“ Verarbeitung von geretteten Lebensmitteln umgesetzt und erprobt. Der entstandene Workshop fand unter dem Titel „Essen bekommen, gemeinsam kochen, Geld sparen“ am 23. Oktober 2024 im Begegnungszentrum "Coerde mittendrin", einer Einrichtung der AWO Münsterland/Recklinghausen, statt. An dem Workshop nahmen insgesamt neun Erwachsene und zwei Kinder teil. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wurde sich über die Haltbarkeit und die Verarbeitung der geretteten Lebensmittel ausgetauscht und anschließend gesunde Gerichte zubereitet und verzehrt. Es ist geplant, dass der Workshop künftig vierteljährlich in der Einrichtung „Coerde mittendrin“ stattfindet.
Teilnehmerinnen eines Anfängerinnen-Fahrradkurses von Move and Meet e.V.
©Move and Meet e.V.
Das Projekt „Bike, Empower and Meet“ wurde vom Verein Move and Meet e.V. in Kooperation mit dem Projekt „Pedal Power“ von der Waldschule Kinderhaus und dem Verein Bike Bridge e.V. durchgeführt. Ziel war es, Mädchen und (jungen) Frauen mit Migrations- oder Fluchterfahrung das sichere Radfahren zu lehren und ein sicheres Gefühl beim Fahrradfahren zu entwickeln. Die gesundheitliche Chancengleichheit für Mädchen und Frauen im Stadtteil Kinderhaus stand dabei im Vordergrund. Das Projekt fand zwischen Mai und Oktober 2024 statt. Insgesamt konnten 38 Mädchen und Frauen erreicht werden, die an verschiedenen Fahrrad-Kursen teilgenommen haben. Dazu zählten auch Empowermenttrainings rund um’s Rad, Schulungen zur Straßenverkehrsordnung, ein Reparaturworkshop und mehrere Fahrradausfahrten.
Die Frauen konnten sich zudem als Fahrradtrainerinnen ausbilden lassen, um langfristig weitere Frauen dabei zu unterstützen, das Fahrradfahren für sich zu entdecken. Die Angebote empowerten die Mädchen und Frauen und führten zu einer vermehrten Selbstständigkeit im Alltag und in der Freizeit.
Das Projekt wurde 2024, gemeinsam mit dem „Schwesterprojekt“ „Bike and Meet“ in Coerde mit dem Großen Stern des Sports in Bronze (Gewinnerin auf Regionalebene) und dem Kleinen Stern des Sports in Silber (2. Platz auf Landesebene“) des Deutschen Olympischen Sportsbunds ausgezeichnet.
©HOT Coerde
Im Zeitraum vom 1. Mai bis 31. August 2024 wurde im Haus der offenen Tür (HOT) in Coerde durchschnittlich 40 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen täglich ein gesundes Essen angeboten. Dabei konnten die Speisen in vertrauter Atmosphäre gemeinsam zubereitet und gegessen werden. Bei den Kochaktionen haben täglich ca. zwei bis acht Teilnehmer*innen mitgewirkt. Insgesamt waren während des gesamten Zeitraums ca. 50 verschiedene Kinder und Jugendliche beim Einkauf und der Zubereitung des Essens beteiligt.
Unterstützt wurde das Angebot durch Schulungen einer Ökotrophologin und Ernährungsberaterin, in denen Kindern, Jugendlichen und Mitarbeitenden Wissen über gesunde Ernährung vermittelt wurde. Dazu zählte auch die Vermittlung von Hygieneregeln und die Bedeutung von Gesundheit. Die Teilnehmer*innen der Schulungen sind Teil des Thekenteams, übernehmen mehr Verantwortung und bringen sich auch künftig als Multiplikator*innen ein. Sie werden als erfahrene Thekenteams zukünftig für Planung, Einkauf, Zubereitung, Ausgabe/ Tisch decken und anrichten zuständig sein. Zudem soll ein erfahrenes Thekenteam neue/ ungeschulte Teilnehmende einarbeiten und das gelernte Wissen teilen, so dass das Projekt auch nach dem Förderzeitraum nachhaltig wirkt.
©Münster Marketing/David Kolkmann
Durch das Projekt „Berg Fidel in Bewegung“ konnten im Stadtteil Berg Fidel über die Sommer- und Spätsommermonate verschiedene Bewegungsangebote mit unterschiedlichen Partnern umgesetzt werden. Dazu zählten zum Beispiel die Maßnahmen „Parcours“ und „Bewegung, Spiel und Sport für Frauen“. Ziel war es, eine bewegungsfreundliche und gesundheitsförderliche Lebenswelt zu schaffen, die die Bewohner*innen des Stadtteils anspricht und von diesen auch im Alltag selbstständig genutzt wird. Die Angebote sollten offen und niedrigschwellig sein. Pro Maßnahmentag konnten beispielsweise ca. 40-60 Kinder und Jugendliche erreicht werden. Das Interesse an weiterführenden Maßnahmen ist bei den Teilnehmenden groß. Der Stadtsportbund Münster e.V. strebt an, als aktiver Part im Stadtteil weitere Angebote zu schaffen, Akteur*innen vor Ort zu vernetzen und die Teilhabe zu fördern.
©eve&rave Münster e.V.
Der Verein eve&rave Münster e.V. setzt sich für Drogenprävention ein. Bereits im Jahr 2023 wurde ein Wohnwagen angeschafft, der in der Nacht am Hawerkamp steht. Mitarbeitende des Vereins informieren dort über Drogenprävention und beraten bei individuellen Fragen. Im Rahmen der Projektförderung wurden zwei Workshops für die Mitarbeitenden des Vereins durchgeführt. Diese fanden im Mai und September 2024 statt. Ziel waren die Einbindung des gesamten Teams in einen mehrteiligen Awareness-Prozess, die Schulung von Mitarbeitenden zum Thema Awareness sowie die Entwicklung und Etablierung eines Awareness-Konzepts für die teaminterne Arbeit und den Umgang mit sensiblen Zielgruppen. Insgesamt nahmen an den Workshops 28 Vereinsmitglieder teil. Die geschulten Vereinsmitglieder fungieren als Multiplikator*innen im weiteren Awareness-Prozess und teilen das erworbene Wissen in der Vereinsarbeit.
Nicolaj Salzmann (TK), Kathrin Mersch und Tim Kornblum (beide Gesundheitsamt) (v.l.)
Der Verfügungsfonds für Mikroprojekte ist Teil des Handlungsprogramms "Gesunde Stadt Münster", das die Stadt gemeinsam mit der Universität Münster entwickelt hat. Er trägt zum Ziel des Handlungsprogramms bei, Gesundheitsförderung dauerhaft in der Stadtentwicklung zu verankern.
Hier finden Sie weitere Infos zum Handlungsprogramm „Gesundheit in der nachhaltigen Stadt“.
Gefördert durch:






























